Um die Zeit für die Projekterstellung und den Projektabschluss zu verringern, besteht die Möglichkeit, parallele Programmiervorgänge durchzuführen.
Was ist mit parallelen Online-Operationen gemeint?
Online-Operationen, die direkt an ein Gerät wie Download, Entladen oder Geräteinformationen adressieren. Andere Online-Operationen wie 'physikalische Adresse setzen' werden als Broadcast (an alle gerichtet) oder als Netzwerkoperation definiert und fallen daher nicht in diese Kategorie. Sie werden entsprechend ihrer Priorität über die ETS-Schnittstellen geleitet.
Parallele Online-Operationen sind nur unter folgenden Bedingungen zulässig:
- Parallel in verschiedenen Topologie- Linien.
- Parallelen bedeutet gleichzeitige Online-Operationen, aber in verschiedenen Linien (z.B. zu den Geräten).
- Parallele Online-Operationen sind nur für IP-Verbindungen möglich (KNX/IP-Tunneling-Verbindung); um Topologieverletzungen zu vermeiden (IP-Koppler sind per Definition jeweils mit einer anderen, einzelnen TP-Linie verbunden).
Folglich ist für jede Linie eine spezifische Verbindung zu definieren. Die Definition erfolgt implizit, wenn die entsprechenden Geräte (z.B. KNX/IP-Schnittstellen) in dem jeweiligen topologischen Element im Projekt vorhanden sind. Für die Backbone-Verbindung kann dies explizit in den Leitungseigenschaften definiert werden.
Wie funktioniert es?
- Beim Start eines Online-Operation prüft die ETS, ob in der Topologie implizit (oder explizit für die Backbone-Verbindung) Linienverbindungen definiert sind.
- Für jede Linie, für die eine Verbindung definiert ist, erstellt die ETS eine interne Warteschlange. Für jede Linie, für die keine spezifische Verbindung definiert wurde, wird die Standard- oder Projektverbindung verwendet (siehe Prioritätsregeln im Verbindungsmanager).
- Die herunterzuladenden Geräte werden anschließend in die jeweilige Warteschlange gestellt.
Einschränkungen
Plug-Ins
Zum Download erstellt die ETS immer einen Datensatz der aktuellen Gerätekonfiguration (Geräteabbild), der dann auf das Gerät heruntergeladen wird. Paralleles Programmieren setzt dabei den Zugriff der ETS auf mehrere Geräte im Projekt gleichzeitig voraus (Multiinstanzfähigkeit). Für Geräte mit Plug-in-Software ist dies nicht immer möglich, da nur bestimmte PlugIn-Typen der ETS auf Anfrage das Gerätebild zur Verfügung stellen können.
Dies führt zu einem Zugriffsproblem, wenn das gleiche Gerät mehrmals im Projekt verwendet wird aber das Plugin kann nur einmal aufgerufen werden. Daher können diese Geräte nicht parallel heruntergeladen werden und die ETS gibt in solchen Fällen eine Warnung aus. Darüber hinaus organisiert die ETS in solchen Fällen alle parallelen Operationen in einer sequentiellen Reihenfolge (es funktioniert immer noch aber es ist langsamer, weil sie nicht mehr parallel sind).
Linien (oder Segment) Verbindung
Im Falle einer fehlenden Verbindung gelten die prioritären Regeln für die Verwendung von Schnittstellen. Damit ist der Download am Ende immer geschützt.